
Es ist eine sog. Demokratie, in der wir leben, die wir kennen und meistens (trotz einiger Kritikpunkte) schätzen. Und warum denn auch? Weil wir nichts besseres haben. Und weil dies einfach so ist, brauchen wir auch nicht unsere Zeit damit zu vergeuden, die Demokratie madig zu machen.
Churchill wird immer wieder zitiert, wenn Zweifel in uns hinsichtlich Demokratie aufkommt. Wir können zwar manchmal mit Recht verzweifelt sein, aber werden immer wieder daran erinnert, was er gesagt hat:
“Many forms of Government have been tried, and will be tried in this world of sin and woe. No one pretends that democracy is perfect or all-wise. Indeed it has been said that democracy is the worst form of Government except for all those other forms that have been tried from time to time”. (November 1947)
Also, was wir alles bis dato als Regierungsform gehabt haben, war schlechter als die Demokratie Churchill´s Gegenwart.
Absolut verständlich: nach so viel Elend im zweiten Weltkrieg (und den vorangehenden Kriegen) hat die Demokratie Frieden und gewissermassen Wohlstand gebracht. Die Frage ist aber, bleibt es so in Ewigkeit? Ist zB. die sog. Demokratie immer noch dieselbe Form, wie damals als dies Churchill als seine Wahl hervorhob?
Ich glaube nicht, vieles ist anders. Ich darf nur an das Fehlverhalten der (demokratisch gewählten) Regierungen zu Corona-Zeiten erinnern. Was da geliefert wurde grenzte nicht an Diktatur, sondern war in der Tat eine Diktatur. Diktat eines neuen Demokratie-Verständnisses, durchgeführt von Personen, die sich von ihren Wählern vollständig losgelöst haben.
Und in der letzten Zeit musste ich begreifen, die Art und Weise des Regierens wurde grundsätzlich verändert.
Wenn der britische Premierminister, Keir Starmer folgendes von sich gibt:
““Proud that we’ve got the gayest parliament. I don’t think just at all times anywhere in the world, I don’t think there’s any parliament that is gayer than this parliament”
zeigt damit eine neue Richtung der politischen Arbeit: weg vom Kopf (Diplomatie) hin zu der Geschlechtigkeit (Triebhaftigkeit).
Der Standpunkt (und Zustand) der EU ist aber ähnlich und langsam gelangt sogar die katholische Kirche zum gleichen Punkt.
Können wir diese Verlagerung in der Politik (und natürlich auch sonst wo in unserem ganzen Leben) beglückwünschen, oder müssen wir resignierend sagen, es gibt leider Gottes nichts Besseres?
Nun, ich glaube nicht. Auch in der Regierungsform gäbe es Alterniativen, die keine Diktatur sind, wie zB. die sog. konstitutionelle Republik:
–> ist ein Staat, der durch eine Verfassung geregelt wird, in dem die Macht der Regierung streng beschränkt ist und politische Führungspersonal durch das Volk gewählt wird. In deutschsprachigen Ländern wie Deutschland und Österreich wird dieses Prinzip über das Grundgesetz bzw. die Bundesverfassung aufrechterhalten.
Englisch heisst constitutional republic und basiert auf ursprünglich amerikanischen Ansprüchen die Machtkonstellation betreffend.
Die einzige Frage, die bleibt: was würde (welche Form der Regierungsarbeit und das Rundherum) die Menschen (das gesamte Volk) besser dienen: eine triebgesteuerte Demokratie oder eine konstitutionelle Republik?

