{"id":497,"date":"2026-04-21T08:34:17","date_gmt":"2026-04-21T06:34:17","guid":{"rendered":"https:\/\/onodi.at\/?page_id=497"},"modified":"2026-04-21T08:34:17","modified_gmt":"2026-04-21T06:34:17","slug":"die-psychoanalyse-in-der-ungarischen-literatur-1984","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/onodi.at\/?page_id=497","title":{"rendered":"Die Psychoanalyse in der ungarischen Literatur (1984)"},"content":{"rendered":"\n<p>Vortrag in Gorizia\/G\u00f6rz auf der Konferenz Psicoanalisi e cultura nella mitteleuropa<\/p>\n\n\n\n<p>In: La psycoanalisi nella letteratura ungherese, Biblioteca Cominiana, 1990.200-209.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/onodi.at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_0437-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-502\" style=\"aspect-ratio:0.750008693535487;width:300px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/onodi.at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_0437-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/onodi.at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_0437-225x300.jpeg 225w, https:\/\/onodi.at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_0437-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/onodi.at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_0437-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/onodi.at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_0437-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Es hat viele Gr\u00fcnde, warum sich der Freudismus, die psychoanalytische Methode in der ungarischen Literatur leichter durchsetzen konnte, als in der ungarischen Psychiatrie. Der Kreis um S\u00e1ndor Ferenczi gr\u00fcndete zwar 1913 die Budapester Sektion der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung, Budapest war im Herbst 1918 Schauplatz des f\u00fcnften Psychoanalytischen Kongresses,  und S\u00e1ndor Ferenczi wurde zwar in den Tagen der ungarischen R\u00e4terepublik zum Universit\u00e4tsprofessor ernannt, die Psychoanalyse konnte sich doch in Ungagarn in der offiziellen Psychiatrie nicht richtig Wurzeln schlagen.  Vor allem wurde die psychoanalytische Deutung der Sexualit\u00e4t bek\u00e4mpft,  aber die Psychoanalyse wurde immer mehr auch aus rassistischen Gr\u00fcnden angegriffen. Nach 1945 wurde sie aus marxistischem Gesichtspunkt abgelehnt, der Beurteilung von Georg Luk\u00e1cs entsprechend wurde sie wenigstens in den Gesellschaftswissenschaften f\u00fcr &#8220;gef\u00e4hrlich&#8221; gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Demgegen\u00fcber fand die psychoanalytische Theorie in der ungarischen Literatur bereits nach 1910 einen fruchtbaren Boden. Es gab nur wenige Dichter  und  Schriftsteller, die ihrer Wirkung entgehen konnten, und sogar in den 30er Jahren, als die Psychoanalyse in Europa in Gefahr geriet, befruchtete sie die Dichtung von Attila J\u00f3zsef u.a. Die  Beziehung zwischen Marxismus und Freudismus im Lebenswerk von Attila J\u00f3zsef ist auch heute noch keine gekl\u00e4rte Frage; es steht aber fest, da\u00df die Meinungen der ungarischen Marxisten \u00fcber den Freudismus auseinandergingen: vor allem der Moskauer Fl\u00fcgel (S\u00e1ndor Varjas, J\u00f3zsef R\u00e9vai, Georg Luk\u00e1cs u.a.) lehnte den Freudismus eindeutig ab, einige Marxisten aber, unter ihnen Attila J\u00f3zsef und der Essayist Gy\u00f6rgy B\u00e1lint versuchten die psychoanalytischen Lehren in die maxistische Gedankenwelt zu integrieren. Gy\u00f6rgy B\u00e1lint \u00e4u\u00dferte sich z.B. folgenderweise zur Frage Freudismus: &#8220;Ich mu\u00df gestehen, da\u00df das Kennenlernen der Thesen von Freud, wenn auch nicht zu meiner Weltanschauung, aber doch zu meinem Weltbild grunds\u00e4tzlich beigetragen hat.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>S\u00e1ndor Ferenczi und G\u00e9za Cs\u00e1th machten vor allem die ungarischen Schriftsteller, aber auch das ungarische Publikum mit den Freudschen Gedanken bekannt. S\u00e1ndor Ferenczi &#8211; wie allgemein bekannt &#8211; war seit 1908 einer der engsten Mitarbeiter von Freud. Seit 1912 erschienen seine Studien \u00fcber die Psychoanalyse in der &#8220;Nyugat&#8221; (Okzident), der bedeutendsten Zeitschrift der literarischen Erneuerung in Ungarn, deren Redakteur \u00fcbrigens, Ignotus, auch der Konstitution der Budapester Sektion der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung beiwohnte. Der andere Vermittler der Psychoanalyse in Budapest &#8211; wie weniger bekannt &#8211; war der Schriftsteller G\u00e9za Cs\u00e1th, ein Verwandter von Des\u0151 Kosztol\u00e1nyi, Mitarbeiter der Zeitschrift &#8220;Nyugat&#8221;, der unter dem Namen dr. J\u00f3zsef Brenner in einer psychiatrischen Klinik arbeitete.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00e9za Cs\u00e1th studierte bereits im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts nicht nur die Schriften von Freud, sondern ihm war die T\u00e4tigkeit von Carl Gustav Jung  auch  bekannt. Er ver\u00f6ffentlichte neben vielen psychoanalytischen Schriften 1912 sogar eine gr\u00fcndliche psychoanalytische Studie mit dem Titel <em>Tagebuch einer geisteskranken Frau<\/em>, in dem er &#8211; zwar von Freud und Jung beeinflu\u00dft &#8211; eine beachtenswerte Eingene Theorie darstellt. Die Studie enth\u00e4lt einen allgemeinen \u00dcberblick \u00fcber den Stand der psychoanalytischen Forschung, in dem Cs\u00e1th auch seine eigene Theorie entwickelt, die Krankheitsskizze, die Analyse der Psychose, die Diagnose und eine Zusammenfassung. Hier m\u00f6chten wir das Buch nicht ausf\u00fchrlich darlegen, dessen Bedeutung auch Cs\u00e1th selbst bewu\u00dft war, als er schrieb: &#8220;Der Versuch, den der Leser vor sich hat, ist meines Wissens die erste, vollst\u00e4ndig durchgef\u00fchrte Paranoia-Analyse.&#8221; Wir werden blo\u00df auf einige Momente hinweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00e9za Cs\u00e1th teilt den Ich-Komplex in sechs Komplexe, den sexualen, Selbsterhaltung-, finanziellen, moralischen, rassischen und religi\u00f6sen Komplex, wobei er bemerkt, da\u00df er den ersten vier Komplexen eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung beimi\u00dft. Er studiert dann die Ver\u00e4nderung dieser Komplexe einander und dem Ich-Komplex gegen\u00fcber in der Psychose. &#8220;Die Komplexe haben eine kompensatorische Beziehung zueinander. Die Verletzung des einen Komplexes kann die Empfindlichkeit der anderen oder eines unter ihnen steigern&#8221;. Cs\u00e1th sucht dadurch nach der Systemhaftigkeit der Psychose, und er kommt auf den Gedanken, da\u00df jede Psychose das Element der Zweckm\u00e4\u00dfigkeit und Notwendigkeit enth\u00e4lt. Er weist darauf hin, da\u00df die Psychose eine M\u00f6glichkeit bietet, weiterzuleben, ohne die aufgetauchten Konflikte des Lebens gel\u00f6st zu haben, bzw. die Psychose selbst sorgt bereits f\u00fcr eine L\u00f6sung der Konflikte. Cs\u00e1th bezeichnet die Psychose nicht als Krankheit, sondern als Steigerung des Lebensgef\u00fchls, er ist der Meinung, da\u00df viele, k\u00f6rperlich gesunde Menschen sterben ohne die Erfahrungen von A.G., die durch die Psychose die Lust intensiv und abwechslungsreich erleben konnte. Der Gedanke von Cs\u00e1th, da\u00df der Anlauf der psychischen Vorg\u00e4nge nicht nur vom &#8220;Unlustprinzip&#8221;, sondern auch vom Prinzip der Zweckm\u00e4\u00dfigkeit gesteuert wird, ist der Schl\u00fcssel zu seinem Verst\u00e4ndnis auch als Schriftsteller und als Mensch. Cs\u00e1th unterstreicht n\u00e4mlich, da\u00df die Psychose nicht nur vor den unangenehmen Sensationen sch\u00fctzt, wie er bei Freud fand, sondern auch nach den angenehmen strebt.<\/p>\n\n\n\n<p>In seiner sp\u00e4ten Novelle <em>Imre D\u00e9nes<\/em> (1918) finden wir auch dieses Motiv. Die Grundlage der Psychose ist in diesem Falle der Konflikt zwischen dem sexuellen und dem moralischen Komplex: Imre ist nicht imstande dem M\u00e4dchen zu verstehen zu geben, da\u00df er sie begehrt. Er z\u00f6gert, und verpa\u00dft alle Chancen; er mu\u00df bald nach Hause zur\u00fcckkehren, und wei\u00df, da\u00df er das M\u00e4dchen nie wieder treffen kann. Cs\u00e1th beschreibt nun die Ausbreitung der Psychose, was alles Imre erfindet, um gl\u00fccklich zu sein. Er zeigt am Beispiel von Imre zugleich auch hier die Zweckm\u00e4\u00dfigkeit der Psychose: Imre erfindet zuerst, seine Geliebte ist ihm in der Gestalt einer Sau erschienen., aber der Vater schlachtet die Sau und wird dadurch zum Feind seines Sohnes. Imre erblickt dann das M\u00e4dchen in der Gestalt des Pfarrers, und sp\u00e4ter behauptet er Im Krankenhaus, da\u00df er den ganzen Tag mit ihr spricht, und zwar per Telephon ohne Draht. Zu diesem technischen Wunder f\u00fcgt G\u00e9za Cs\u00e1th aber hinzu: &#8220;Ein Telephon ohne Draht! Die Wissenschaftler und Forscher haben sich umsonst bem\u00fcht, diesen Apparat zu schaffen. Die Psychose hat ihn aber vor Jahrtausenden f\u00fcr die ungl\u00fcckliche Liebe erfunden., sie bringt ihn an und stellt ihn kostenlos zur Verf\u00fcgung&#8221;. <\/p>\n\n\n\n<p>In jeder Novelle von Cs\u00e1th geht es eigentlich um das Gleiche: es gibt nur den Unterschied, da\u00df die Motivation und Umst\u00e4nde der Psychose in den fr\u00fchen Erz\u00e4hlungen weniger gr\u00fcndlich erhellt werden. Man kann diese Novellen nach einem traditionellen Kode, nach moralischen oder \u00e4sthetischen Erwartungen nicht verstehen. Sie sind einem erst zug\u00e4nglich, wenn der psychoanalytische Gedanke erkannt wird. So z.B. in der Novelle <em>Muttermord<\/em> (1909) ermorden zwei Jungen ihre eigene Mutter ohne irgendwelches Schuldgef\u00fchl, um die Schmucksachen  der Mutter ihrer Geliebte zu schenken, bei der sie die wilde, sadistische Art der Sexualit\u00e4t entdeckt haben. Im <em>Schlachtfest<\/em> (1905) wehrt sich ein sexuell reifes, h\u00fcbsches M\u00e4dchen gegen die Ann\u00e4herung der M\u00e4nner,  sie kann den Konflikt zwischen ihren moralischen Einstellungen und ihrer sexuellen Begierde nicht l\u00f6sen, wie Herr Bauer in der Novelle <em>Die Heirat von Bauer<\/em> (1914), der auch vor ein Dilemma gestellt wird: entweder er nimmt die geliebte Malvin auch noch danach zur Frau, als er erfahren hat, da\u00df das M\u00e4dchen vergewaltigt wurde, oder er verzichtet auf sie. <\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Die echten Geisteskrankheiten&#8221; &#8211; schreibt G\u00e9za Cs\u00e1th &#8211; &#8220;sind Funktionsst\u00f6rungen nach psychischen Effekten. (&#8230;) Nirgendwo ein Fehler. Nur soviel passiert, da\u00df sich die Psyche den bestehenden, schwierigen, ung\u00fcnstigen Umst\u00e4nden anpa\u00dft, sie sucht nach den M\u00f6glichkeiten des Lebens, dem Tr\u00f6sten, und ruft den Zustand ins Leben, in dem die Selbsterhaltung verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig am liebsten gew\u00fcnscht und ertragen werden kann.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00e9za Cs\u00e1th, der Schriftsteller betrachtete das Leben aus dem Gesichtspunkt des Psychiaters J\u00f3zsef Brenner. Viele Schriftsteller um die &#8220;Nyugat&#8221; aber, die die Psychoanalyse aus verschiedenen Quellen, teilweise aus den Werken von G\u00e9za Cs\u00e1th kennengelernt hatten, hatten eine andere Beziehung zu dieser Anschauungsweise, Methode wie Cs\u00e1th selbst. Sie integrierten diese Gedanken oft in ihre Werke, aber wie weit sie sich von der blo\u00dfen Beschreibung einer Psychose entfernen konnten, ist unterschiedlich: ob so, da\u00df die Psychose nur ein Motiv darstellt und innerhalb des Werk-Ganzen eine nicht-psychoanalytische Bedeutung gewinnt, wie z.B. beim \u00d6sterreicher Hugo von Hofmannsthal, der die psychoanalytische Beschreibung von Morton Prince in seinem Roman <em>Andreas oder Die Vereinigten <\/em>verwendet,  oder aber strukturiert die Psychose das ganze Werk,  es ist ja oft nur zu verstehen, wenn die Psychose verstanden wird. F\u00fcr dies letztere ist die fr\u00fche Schaffensperiode von Mil\u00e1n F\u00fcst und teilweise auch die von Frigyes Karinthy, f\u00fcr das vorige aber das Lebenswerk von Dezs\u0151 Kosztol\u00e1nyi und Mih\u00e1ly Babits ein Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Psychoanalyse wirkte ohne Zweifel auf Kosztol\u00e1nyi, und zwar in seinem ganzen Lebenswerk sind Spuren dieser Wirkung nachzuweisen: von seinem fr\u00fchen Gedichtband <em>Die Klagen des kleinen Kindes<\/em> (1910) bis zu den sp\u00e4ten Novellen. Wichtig ist aber, das das psychoanalytische Motiv immer in einem gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang erscheint, es weist immer \u00fcber sich hinaus. Im Roman <em>Lerche<\/em> (1924) ist der psyanalytische Kern das folgende: in einer Kleinstadt lebt die Familie Vajkay; die Eltern sind einfache, anst\u00e4ndige Menschen, die ihre h\u00e4\u00dfliche Tochter bedauern, weil sie bereits \u00fcber 30 ist und noch nicht heiraten konnte, und sie hat ja auch keine Hoffnung darauf.  Die Eltern ordnen ihr Leben den W\u00fcnschen der Tochter unter, so wird \u00b4Lerche\u00b4, so nennen sie die Tochter, zum Tyrann ihres Lebens. Das stellt sich aber heraus, als Lerche f\u00fcr eine kurze Zeit verreist.  Erst dann treten die verdr\u00e4ngten W\u00fcnsche hervor, die Eltern werden auf einmal dessen bewu\u00dft, da\u00df ihnen die Tochter zur Last f\u00e4llt. Der Vater wagt sogar zu formulieren, da\u00df er den Tod der Tochter w\u00fcnscht. Kosztol\u00e1nyi bleibt aber nicht bei diesem Modell, er f\u00fchrt es weiter; er beh\u00e4lt seine moralischen Wertsetzungen bei, und sagt letzten Endes aus, da\u00df die aufgebrochenen Leidenschaften nicht zum wahren Wesen des Menschen geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich ist der Roman <em>Anna \u00c9des <\/em>(1926), dessen Handlung auch mit dem Freudschen Muster motiviert ist: Anna, die vorbildliche Magd, mit deren Arbeit man immer zufrieden ist, die sich wegen ihrer Lage nie beklagt, t\u00f6tet auf einmal ihre Herren. Die Aussage des Werkes ist doch nicht die Veranschaulichung der These \u00fcber Verdr\u00e4ngung und der Agressionstriebe. Dieses Buch, das Kosztol\u00e1nyi sehr am Herzen lag, wollte \u00fcber gesellschaftliches Elend, aber vielmehr \u00fcber einen allgemeinen Dependenz-Abscheu etwas aussagen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlicherweise sind psychoanalytische Motive auch in den sp\u00e4ten Novellen von Kosztol\u00e1nyi zu verstehen. In der Novelle <em>Baden<\/em> t\u00f6tet der Vater absichtslos seinen Sohn beim Baden, auf den er ja b\u00f6se war, weil das Kind in Latein durchgefallen ist. In der Novelle <em>Feri<\/em> sind wir Zeugen der Wutausbr\u00fcche von Herrn Wilcsek, der sich wegen eines Stra\u00dfenjungen \u00e4rgert und seinen Tod w\u00fcnscht. Als der Junge, Feri nach einigen Tagen wirklich stirbt, wandelt sich Herrn Wilcseks Ha\u00df in ein entgegengesetztes Gef\u00fchl um. In der Novelle <em>Alfa<\/em> ha\u00dft ein Sch\u00e4ferhund einen harmlosen Bewohner eines Miethauses, und es kommt bald dazu, da\u00df der Bewohner auszieht, der Ha\u00df wird aber Herr \u00fcber ihn, er schleicht einmal zur\u00fcck, und vergiftet den Hund. Kosztol\u00e1nyi stellt aber auch hier nicht blo\u00df den Ausbruch der Agressionstriebe dar, er weist zugleich auf die Unm\u00f6glichkeit menschlicher Beziehungen hin, er begr\u00fcndet das aber nicht mit unvermeidbaren tiefenpsychologischen Vorg\u00e4ngen, sondern mit dem Mangel moralischer Kr\u00e4fte. Herr Suhajda, Herr Wilczek und der Bewohner des Mietshauses sind menschlich schwach, sie lassen den Ha\u00df Herr \u00fcber sich werden und das ist ihre Schuld.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem St\u00fcck der <em>Korn\u00e9l Esti<\/em>-Novellen wird Korn\u00e9l Esti von einem paranoischen M\u00e4dchen gek\u00fc\u00dft. Das Motiv der Psychose hat hier aber eine andere Bedeutung wie anderswo im Lebenswerk von Kosztol\u00e1nyi: es ist ein Mittel des Vereinigens, es symbolisiert alles was h\u00e4\u00dflich, niedrig und gemein ist. Es gilt als Kontrast zu einem Leben, das sich nach Vollkommenheit strebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Babits sto\u00dfen wir bereits in seinem ersten Roman, dem <em>Storchkalif<\/em> (1913) auf psychoanalytische Hinweisungen: Freuds <em>Traumdeutung<\/em> und die Arbeit von Morton Prince werden erw\u00e4hnt. Diese aber &#8211; wie Gy\u00f6rgy R\u00e1ba \u00fcberzeugend beweist &#8211; beeinflussen die Struktur des Romans nicht; vielmehr wird hier eine fr\u00fchere psychologische Theorie verwendet. Sie entnimmt Babits Theodule Ribot, der sich in seinem Buch <em>Die Krankheiten der Erinnerung<\/em>, das \u00fcbrigens 1901 auch auf Ungarisch erschienen ist, auf den englischen Psychiater Hamilton beruft. Hamilton beschreibt n\u00e4mlich einen Fall, da\u00df sich jemand in der Nacht mal als Lehrling, mal als vornehmer Herr tr\u00e4umte, und das verwendet Babits zu seinem Roman, in dem Elem\u00e9r T\u00e1bory, dem 16j\u00e4hrigen Sch\u00fcler aus einer vornehmen Familie etwas \u00c4hnliches passiert: er tr\u00e4umt sich selbst als schmutziger Tischlerlehrling, sp\u00e4ter als hungernder Schreiber, und kann seine Tr\u00e4ume und Erinnerungen nicht mehr unter Kontrolle halten, Leben und Traum durchflechten einander, und am Tag, an dem der getr\u00e4umte Schreiber Selbstmord begeht, wird auch Elem\u00e9r mit einer Kugel im Kopf tot aufgefunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderer Roman von Babits, <em>Der Sohn von Virgil Tim\u00e1r<\/em> (1922) ist ein Buch der Liebe, die ein Lehrer seinem Sch\u00fcler gegen\u00fcber empfindet. Babits verwendet hier bereits die Psychoanalyse im Motiv der Verdr\u00e4ngung der Liebe zur Entfaltung des Schicksals von Virgil Tim\u00e1r. Virgil Tim\u00e1r ist ein Zisterzienser-Lehrer, der mit seiner ganzen p\u00e4dagogischen Leidenschaft an seinem Sch\u00fcler , Pista Wagner h\u00e4ngt. Den Knaben, ein Kind der Liebe,  nimmt Virgil Tim\u00e1r nach dem Tod der Mutter zu sich, aber der Vater taucht bald auf und das Kind folgt ihm: Pista Wagner sieht mit gro\u00dfen Erwartungen den Abenteuern entgegen, die in der Gro\u00dfstadt auf ihn warten. Virgil Tim\u00e1r f\u00fchlt sich beraubt, aber er sieht auch die Notwendigkeit der Geschehnisse ein, und widmet sich nach diesem Trauma alleine Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die richtige Funktion der Psychoanalyse bei Babits zu erfassen, m\u00fcssen wir auch noch sein Gedicht <em>Psychoanalysis Christina<\/em> (1925\/27) in Betracht ziehen, das P\u00e9ter Balassa in der <em>Vigilia<\/em> (1984\/7.)  eingehend analysiert.  Wie bereits der Titel des Gedichtes darauf hinweist,  wird die Psychoanalyse bei Babits mit christlichen Gedanken verbunden, und zwar er sieht im In-Sich-Versinken die Vorbedingung f\u00fcr das Emporsteigen. Babits verwendet dabei den Begriff \u00b4Widerstand\u00b4, den ja auch die psychoanalytische Therapie kennt.  \u00b4Widerstand\u00b4 bedeutet hier  \u00b4S\u00fcnde\u00b4, das Sich-Auftun, das Sich-Erkennen wird n\u00e4mlich dadurch verhindert, gehemmt. Der Widerstand der Psyche sich gegen\u00fcber bedeutet hier zugleich den Widerstand Gott gegen\u00fcber. Das In-Sich-Versinken ist n\u00e4mlich die Vorbedingung zur Sublimation, zum Erheben; das dient dazu, da\u00df wir Gott in uns erkennen. In diesem Sinne ist auch der Roman  <em>Der Sohn von Virgil T\u00edm\u00e1r<\/em> aufzufassen. Der Schlu\u00df des Werkes weist darauf hin, da\u00df wir selbst nur unser Leben gestalten k\u00f6nnen. &#8220;Die S\u00f6hne verlassen die Stadt, in der sie gro\u00df geworden sind, und sie suchen die Versuchungen der Welt auf: sie irren herum, sie siegen oder fallen, aber sie m\u00fcssen k\u00e4mpfen. (&#8230;) Nicht derjenige ist der Held, der nie k\u00e4mpft, sondern derjenige, der siegt!&#8221; Das ist eigentlich der christliche Weg bei Babits durch die \u00b4Psychoanalyse\u00b4, den Pista Wagner erst betritt.<\/p>\n\n\n\n<p>In den fr\u00fchen Werken von Frigyes Karinthy geht es um ein einziges Problem: das Verh\u00e4ltnis zwischen Mann und Weib. Wir finden viele Novellen vor allem in seiner fr\u00fchen Schaffensperiode, in denen das Weib mit ihrer sexuellen Anziehungskraft als grausame Drohung erscheint, es treibt ja den Mann zur Vernichtung. Sogar der Tod erscheint bei Karinthy in der Gestalt des Weibes, des sexuellen Aktes. Karinthy widmete auch einen Roman dem Kampf der Geschlechter (<em>Capill\u00e1ria<\/em>, 1921) und sah sp\u00e4ter die Visionen des. <em>Capill\u00e1ria<\/em> im Werk von S\u00e1ndor Ferenczi <em>Katastrophen im Geschlechtsleben<\/em> auch wissenschaftlich begr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere Wirkung der Psychoanalyse ist  in den satirischen Schriften von Karinthy zu entdecken. In den Novellen B<em>eim Psychiater<\/em> und <em>Hacsek und Saj\u00f3<\/em> z.B. werden die bereits bekannten, verbreiteten Thesen der Psychoanalyse zur Quelle des Humors.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir weisen von den Schriftstellern um die &#8220;Nyugat&#8221; auch noch auf einen fr\u00fchen, noch nicht ausgereiften Roman von Mil\u00e1n F\u00fcst hin, um zu zeigen, da\u00df es auch nach G\u00e9za Cs\u00e1th Versuche gab, ein rein psychoanalytisches Werk zu schreiben, auch wenn diese Bestrebung f\u00fcr die weitere Schaffensperiode von F\u00fcst nicht nicht mehr charakteristisch ist. In diesem Roman, dessen Titel <em>Lachende<\/em> (1917) hei\u00dft, stellt zwar F\u00fc+st zwei Freunde dar, die beiden Figuren sind aber nur als Symbole eines und desselben seelischen Konflikts zu nehmen. Die beiden verhalten sich zueinander wie etwa das Bewusstsein zum Unbewu\u00dften. Was der eine erlebt, wagt der andere nur ohne Bedenken zu formulieren wie z.B. in einem Gespr\u00e4ch \u00fcber die Eltern: &#8220;Wir sprechen \u00fcber meinen Vater und er fragte lieber. Er faltete die Stirn als wenn er intensiv \u00fcberlegte und er rauchte inzwischen und atmete den Bauch tief ein. \u00b4Und wie stehst du mit deinen Eltern?\u00b4- fragte ich ihn melancholisch aber vom Gespr\u00e4ch ein bi\u00dfchen erw\u00e4rmt. Es d\u00e4mmerte schon. Mein Freund schwieg eine Weile und dann, als wenn er sich zu etwas entschlossen h\u00e4tte, sagte: Ich hasse meinen Vater!\u00b4 Ich erinnere mich daran, als wenn mir jemand auf den Kopf geschlagen h\u00e4tte.&#8221; Der Teil des Romans, in dem der Freund seine Beziehung zu einer Frau beschreibt, die er liebte und erw\u00fcrgte, ist rein psychoanalytisch zu verstehen. Wie wir seiner Erz\u00e4hlung entnehmen k\u00f6nnen, er mu\u00dfte seine sexuelle Begierde der keuschen Frau gegen\u00fcber verdr\u00e4ngen und das f\u00fchrte zur Neurose. Der abgewiesene Liebhaber nennt die Frau eine Dirne und entfaltet ein Bild \u00fcber eine blutige sexuelle Orgie, schlie\u00dflich t\u00f6tet er die Frau &#8211; ob \u00b4wirklich\u00b4, oder nur in der Phantasie, wissen wir nicht, aber ist auch nicht wichtig. Wir bekommen aber ein pr\u00e4zises Bild der Neurose, die der unl\u00f6sbare Konflikt zwischen des sexualen und dem moralischen Komplex ausl\u00f6ste. B.A. &#8211; so nennt der Erz\u00e4hler seinen Freund &#8211; berichtet dar\u00fcber folgender Weise: &#8220;Ich war gen\u00f6tigt, wie ein frommes Vieh aufzutreten, das die weibliche Ehre, das ehrenvolle Leben \u00fcber alles verehrt. (&#8230;) Und sag mal, ob es nicht sch\u00f6ner gewesen w\u00e4re, wenn wir beide uns auf den Boden gesetzt und bis zum Tode abgek\u00fc\u00dft h\u00e4tten.  Moral in der Liebe? Das ist der Trost der Schwachen, mein Freund.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>In der ungarischen Literatur der 30er Jahre ist Attila J\u00f3zsef eine sehr interessante, aber &#8211; wie gesagt &#8211; noch nicht genug gekl\u00e4rte Erscheinung im Zusammenhang mit der Psychoanalyse. Hier versuchen wir blo\u00df auf einige Momente hinzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Attila J\u00f3zsef war noch in den 20er Jahren eindeutig gegen den Psychologismus, in den 30er Jahren begann er aber pl\u00f6tzlich f\u00fcr die Psychoanalyse zu interessieren. Diese Wendung in seiner Anschauung ist mit verschiedenen Gr\u00fcnden zu erkl\u00e4ren. Er las zu dieser Zeit die Studien des englischen Ethnografen  Fraser \u00fcber die primitiven V\u00f6lker, und dieses ethnografische Interesse f\u00fchrte ihn zu Freud, zum <em>Totem und Tabu<\/em>. Er kannte G\u00e9za R\u00f3heim, und nahm an seinen Vorlesungen \u00fcber den Volksglauben teil. Bei der Wendung spielte aber auch sein Interesse an der Etnolinguistik eine wesentliche Rolle. Ihn interessierte zu dieser Zeit vor allem das Verh\u00e4ltnis des Ich zur Sprache. Deshalb studierte er auch das sprachliche Tabu im Volksglauben und brachte diese Erscheinung, da\u00df n\u00e4mlich durchs Verbot der Aussprache gewisser W\u00f6rter das Wort selbst an Bedeutung gewinnt, mit der Wortmagie in Zusammenhang. Er fand au\u00dferdem, da\u00df der primitive Mensch, das Kind und der Neurotiker dasselbe Verh\u00e4ltnis zur Sprache haben. Biographisch ist sein Interesse an der Psychoanalyse auf seine Krankheit zur\u00fcckzuf\u00fchren, er hatte n\u00e4mlich schwere Magen- und Darmbeschwerden, die auf eine Neurose zur\u00fcckzuf\u00fchren waren. Er wurde sogar mehrmals von Samu Rapaport, Istv\u00e1n Kulcs\u00e1r und Edit Gy\u00f6mr\u0151i psychoanalytisch behandelt. Er studierte immer mehr die psychoanalytische Fachliteratur, so las er z.B. auch eine psychoanalytische Deutung \u00fcber Franz Kafka in der Zeitschrift &#8220;Imago&#8221;, was gro\u00dfen Eindruck auf ihn machte. Dieses gesteigerte Interesse am Freudismus und der Psychoanalyse \u00fcberhaupt ist an seinen Kritiken, Bemerkungen aber auch Gedichten zu dieser Zeit zu erkennen. 1932 erw\u00e4hnt er in seiner Kass\u00e1k-Kritik das Unbewu\u00dfte, in seinem Aufsatz <em>Hegel, Marx, Freud<\/em> weist er darauf hin, da\u00df Hegel und Marx zwar wichtige Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten erkannt haben, m\u00fc\u00dften diese aber unbedingt mit den psychischen Vorg\u00e4ngen erg\u00e4nzt werden. Er erkl\u00e4rt sogar historische Ereignisse, wie auch Hitlers Machtergreifung mit dem \u00b4Unbewu\u00dften\u00b4. Als er erf\u00e4hrt, da\u00df das Buch von David Herbert Lawrence <em>Lady Chatterley\u00b4s  Lover<\/em> in England verboten worden ist, behauptet er, dieses Werk sei wichtiger, als die gesellschaftliche Revolution. An einer Diskussion, die vom Cobden-Bund in Budapest verstautet worden ist, er\u00f6rtert Attila J\u00f3zsef eine Sublimations-Theorie. Er versteht darunter, da\u00df die inneren Konflikte, die schmutzigen Erlebnisse zur Kunst sublimiert werden. Im Gedicht <em>Unser Dichter und seine Zeit<\/em> ((1937) formuliert er folgender Weise diese Erkenntnis: &#8220;Keine Wirklichkeit, aber auch kein Traum, das hei\u00dft, ich sublimiere meinen Trieb.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Spuren der psychoanalytischen Orientierung sind etwa seit 1933 in den Gedichten von Attila J\u00f3zsef zu entdecken. Im Gedicht <em>Am Rande der Stadt<\/em> (1933) beruft er sich neben den Produktionskr\u00e4ften auf die Triebe, im <em>Ars poetica<\/em> (1937) wird die Rolle der Triebe so bezeichnet: &#8220;Du sollst essen, trinken, umarmen, schlafen k\u00f6nnen! \/ Du sollst dich mit dem All messen!&#8221;. Die Reihe \u00e4hnlicher Beispiele k\u00f6nnte noch nat\u00fcrlich fortgesetzt werden. Wir m\u00f6chten aber nur noch darauf hinweisen, da\u00df diese psychoanalytischen Motive in der verschiedensten Versform erscheinen. Das Gedicht <em>Was du in dein Herz steckst<\/em> (1936), das Attila J\u00f3zsef \u00fcbrigens aus dem Anlass des 80. Geburtstages an Freud schrieb und auch dem alten Wissenschaftler schickte, der es mit Dank annahm, schuf er in der Form eines Volksliedes. In den Fragmenten finden wir Freudsche Gedanken in Kalevala-Strophen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die in den 30er Jahren sich ausbreitende Dorfforschungsbewegung, wie sich die verschiedenen Avantgarde-Gruppierungen in Ungarn nach dem ersten Weltkrieg hatten nat\u00fcrlicherweise kein Interesse an der Psychoanalyse. Es ist aber sehr interessant, da\u00df einer der bedeutendsten Schriftsteller der Dorfforschungsbewegung, Lajos Nagy, auf einmal mit der sachlichen Beschreibungsmethode seiner Soziographien aufh\u00f6rte, und &#8211; wenn auch nur in einem Werk &#8211; wendete den Freudismus an. Dieses Buch erschien 1937 unter dem Titel <em>Die Maske des Dorfes<\/em>. Es ist auch eine Art Soziographie, aber in diesem Falle wurden vor allem Angaben in Bezug auf das Geschlechtsleben der Dorfbewohner gesammelt. (Es wird \u00fcbrigens heutzutage auch erforscht, inwieweit Lajos Kass\u00e1k, der vielseitige ungarische Avantgarde-Dichter und -Maler, Expressionist, Dadaist und sp\u00e4ter Vertreter des Konstruktivismus mit der Psychoanalyse in Zusammenhang gebracht werden kann.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vortrag in Gorizia\/G\u00f6rz auf der Konferenz Psicoanalisi e cultura nella mitteleuropa In: La psycoanalisi nella letteratura ungherese, Biblioteca Cominiana, 1990.200-209. Es hat viele Gr\u00fcnde, warum sich der Freudismus, die psychoanalytische Methode in der ungarischen Literatur leichter durchsetzen konnte, als in der ungarischen Psychiatrie. Der Kreis um S\u00e1ndor Ferenczi gr\u00fcndete zwar 1913 die Budapester Sektion der &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/onodi.at\/?page_id=497\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &#8220;Die Psychoanalyse in der ungarischen Literatur (1984)&#8221;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-497","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onodi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/497","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onodi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/onodi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onodi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onodi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=497"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/onodi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/497\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":516,"href":"https:\/\/onodi.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/497\/revisions\/516"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onodi.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}